Tobi und Gitte K.
Gestern war ich auf der Hochzeit von Tobi und Gitte. Nachdem sich die Beiden einige Zeit nicht auf einen gemeinsamen Namen einigen konnten, weil beide am jeweils eigenen hingen, haben wir im Freundeskreis zum einzig fairen Ritual aufgefordert das es gibt (jetzt bitte Musik und generelle Atmosphäre aus diesem Video-Schnipsel vorstellen): Münzwerfen. Lange Rede kurzer Sinn, jetzt heißen beide mit Nachnamen „Koreng“, also gannz traditionell der Name des Mannes. Witze über Gittes Namen „Groppenbächer“ erspare ich mir an dieser Stelle.
Die kirchliche Zeremonie (christlich-katholisch) war erstaunlich wenig „laberfreudig“. Ich habe es während der ganzen Zeit nicht geschafft, den Dialekt des Offiziellen einzusortieren, was mich gefuchst hat. Später habe ich mitbekommen, dass es polnisch ist. An sonsten gabs diesmal keine Hetze gegen „Zigeuner und andere Ungläubige“ (alles schon erlebt…) sondern nur das übliche Niveau an Indoktrination. Aber nach anderthalb Stunden war auch das überstanden. Bei einer kurzen Unterhaltung mit dem Offiziellen hat sich dann herausgestellt dass er ganz nett ist.
Die Feier danach war sehr schön und kitschig (genau wie es sich gehört). Es gab naklah auch viel gutes Essen, was mir meine Waage heute Morgen direkt hämisch grinsend quittiert hat. Gespielt oder so Sachen wurde recht wenig. Wir haben dafür Fotos für ein Album gemacht und mit einem mehr oder minder schlauen Spruch garniert (Simons, Julians und meiner war schlau). Außerdem haben wir Karten mit Wünschen an das Brautpaar gen Himmel geschickt. Ein Ballon war mit seiner Karte überfordert und schwebte einfach lustig in Fanghöhe über dem Hof, der Rest machte sich aber stetig steigend in Windrichtung auf und davon. Mal schauen wieviele davon wann zurückkommen.
Gegen 02:00 war ich dann zu unfit um noch irgendwas machen zu können
und bin in meinem perfekt sitzenden und überaus stilvollen Anzug
nach Hause. Ich kann es einfach nicht anders sagen, aber ich war ein
Bild für die Götter… 